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26.10.2019, 19:00 Uhr

Satellitenkonzert | Approximation Festival

PHILLIP SCHULZE & BRIAN PARKS | Zum Satelliten-Konzert der Komponisten Phillip Schulze (Düsseldorf) und Brian Parks (Atlanta, US) laden das im Salon des Amateurs beheimatete Approximation Festivals und die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste herzlich ein. Die Initiative verdanken wir Volker Bertelmann, Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Festivals und zugleich Mitglied der Akademie.

Das Neue zu wagen, auf der Suche nach neuen Erkenntnissen oder einfach nur nach Schönheit, war stets Triebfeder der Moderne und ihrer Avantgarden. Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Musik, die mittels undogmatischer Spielweisen oder Gerätschaften unbekannte Klänge suchen, finden sich seit 2005 unter den Künstlerinnen und Künstlern des Approximation Festivals.

Die Annäherung von Musikerinnen und Musiker und Komponistinnen und Komponisten an teils sehr eigenwillige musikalische Ausdrucksformen gehört zu den Grundthemen des Approximation Festivals. Erneut dürfen wir Zeugen einer dieser Annäherungen an einen noch nicht vollends definierten und ausgezirkelten Zwischenraum werden. Im Zusammenspiel von Phillip Schulzes robotronischen Instrumenten und den ungewöhnlichen mathematischen Orgel-Kompositionen von Brian Parks verkörpern die beiden Musiker geradezu die vielfältigen die Verknüpfungen von Kunst, Musik und Wissenschaft.

 

Programm

 

Begrüßung

Prof. Dr. Wolfgang Löwer
Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie
der Wissenschaften und der Künste

 

Einführung

Volker Bertelmann (aka HAUSCHKA)
Mitglied der Klasse der Künste

 

Approximation Festival Satellitenkonzert

Phillip Schulze & Brian Parks

 

Zu den Künstlern

Bereits vor zwölf Jahren schlossen zwei Studenten des Fachs „Experimentelle Komposition“ an der amerikanischen Wesleyan University Freundschaft: Phillip Schulze und Brian Parks lernten bei einigen der Besten: Anthony Braxton, Alvin Lucier und Ron Kuivila - lebende Legenden der experimentellen Musik. Die beiden Musiker blieben über die Jahre hinweg in Kontakt, selbst als sich ihre Wege geographisch und scheinbar auch musikalisch trennten. Phillip Schulze arbeitet in Deutschland vor allem mit Computern, programmiert Software-Instrumente. Seine Musik setzt ein Roboter-Ballet des Kanadiers Louis-Philippe Demers in Bewegung oder auch die Körper tanzender Menschen mit dem Projekt Weisser Westen.

Er entwirft Klangräume und überquert leichtfüßig die Grenzen zu Installationskunst und Performance.

Brian Parks arbeitet als Tasteninstrumentalist, spielt Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach oder Maurice Duruflé. Zugleich komponiert er jenseits typischer Notation und eher im Stil kompositorischer Anweisungen, die ein Musikstück während seiner Aufführung nahezu organisch wachsen lassen.

Wo Phillip Schulze mit modernsten Technologien einen Ausblick auf das Kommende gibt, greift Brian Parks zurück auf die seit Pythagoras Zeiten beschriebene Verbindung von Mathematik und Musik. In der Zusammenarbeit der beiden so unterschiedlichen Musiker treffen die Strukturen von Parks Kompositionen auf Schulzes Klangwelten, Parks Orgelspiel auf Schulzes Rechner-Routinen. Wie es klingt? Gleich einem wunderbaren Abenteuer, einem Aufbruch vom Vertrauten hin zu völlig neuen Klangwelten. Wir erleben im Konzert Solo-Werke beider Künstler, sowie neue gemeinsame Arbeiten, die im kommenden Jahr erstmals auf Tonträger veröffentlicht werden.