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21.11.2019, 16:00 Uhr

Versailles 1919: Frieden durch Recht?

Kolloquium im Gedenken an Rudolf Schieffer

Am 28. Juni 1919 wurde der Friedensvertrag von Versailles unterzeichnet. Gemeinsam mit den übrigen Pariser Vorort-verträgen setzte er dem Ersten Weltkrieg ein Ende und fügte der Neugestaltung der Staatenwelt einen völkerrechtlichen Rahmen bei. Ein Jahrhundert danach werden der Historiker Marcus Payk, die Juristen Angelika Nußberger und Claus Kreß, sowie der Politikwissenschaftler Herfried Münkler in der Akademie unter der Moderation des Historikers Fabian Klose an den Friedensschluss nach dem „Großen Krieg“ erinnern. Die häufig diskutierte Frage, welchen Anteil „Versailles“ am Scheitern der Zwischenkriegsordnung hatte, wird im Rahmen der Vorträge und des anschließenden Podiumsgesprächs gewiss anklingen. In der Hauptsache soll indessen nach bleibenden völkerrechtlichen Impulsen gefragt werden, die von dem Versailler Vertrag in Verbindung mit dem Friedensvertragswerk insgesamt ausgegangen sind. Darüber hinaus ist beabsichtigt, die möglichen Grenzen völkerrechtlicher Leistungen – auch im vergleichenden Blick auf andere Friedensordnungen – in den Blick zu nehmen.

Das Kolloquium geht auf eine Anregung von Professor Dr. Rudolf Schieffer zurück. Der renommierte Historiker gehörte der Akademie seit 1992 an und war zuletzt Sekretar deren Geisteswissenschaftlicher Klasse. Am 14. September 2018 ist er verstorben. Das Kolloquium ist dem Andenken an Rudolf Schieffer gewidmet. Matthias Becher, Mitglied der Akademie und Historiker, wird eingangs des Kolloquiums an ihn erinnern. 

 

Programm

Begrüßung

Prof. Dr. Wolfgang Löwer
Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

 

Im Gedenken an Prof. Dr. Rudolf Schieffer

Prof. Dr. Matthias Becher, Bonn

 

Vorträge

Auf dem Weg zu einer internationalen Gemeinschaft des Rechts? Das Völkerrecht und die Entstehung des Völkerbunds

Prof. Dr. Marcus Payk, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

 

Aggression und Kriegsverbrechen: Transitional Justice avant la lettre

Prof. Dr. Claus Kreß, Universität zu Köln

 

17:10-17:30 Uhr Pause


Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert - Selbstbestimmungsrecht und Minderheitenschutz

Prof. Dr. Angelika Nußberger, Vizepräsidentin des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte | Universität zu Köln

 

Impulskommentar zum anschließenden Podiums-Gespräch

Prof. Dr. Herfried Münkler, Humboldt-Universität zu Berlin

 

ca. 18.30 Uhr | Podiums-Gespräch mit allen Vortragenden

Moderation Prof. Dr. Fabian Klose, Universität zu Köln

 

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk ein.