AWK - Boosfeld, Kristin

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Dr. Kristin Boosfeld M.Jur. (Oxon.)

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Rechtsgeschichte
Universitätsstraße 14–16 | 48149 Münster
kristin.boosfeld@uni-muenster.de 
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Vita

Kristin Boosfeld (Jahrgang 1987) studierte von 2006 bis 2011 Rechtswissenschaften in Münster und durchlief parallel jeweils zweijährige Fremdsprachenausbildungen im Common Law sowie im französischen Recht. Von 2013 bis 2014 absolvierte sie ein Masterstudium in Oxford als Stipendiatin der Rotary Foundation. Ihre 2015 erschienene zivilrechtsvergleichende Dissertation wurde mit dem Ernst-Rabel-Preis der Gesellschaft für Rechtsvergleichung ausgezeichnet. Nachdem sie von 2014 und 2016 ihr Referendariat in Münster absolviert hatte, wurde sie im Dezember 2016 zur Akademischen Rätin a.Z. ernannt und ist derzeit Habilitandin am Institut für Rechtsgeschichte in Münster. Von 2017 bis 2018 war sie Stipendiatin des Mentoring Programms Erstklassig! der WWU Münster und absolvierte 2018 einen Forschungsaufenthalt am Institute of European and Comparative Law, Oxford. Kristin Boosfeld ist verheiratet und hat einen Sohn (*2019).

 

Forschung

Kristin Boosfeld beschäftigt sich mit den Grundlagen des Privatrechts. Besondere Schwerpunkte legt sie dabei auf die europäische Rechtsgeschichte sowie die Privatrechtsvergleichung. Nachdem sie in ihrer Dissertation auf Grundlage einer historisch-vergleichenden Analyse des französischen, niederländischen und englischen Rechts eine neue Theorie des Gewinnausgleichs entwickelt hat, beschäftigt sie sich in ihrem Habilitationsprojekt mit der Lehre von der Statutenkollision. Diese Lehre, die die Grundlage für das moderne Internationale Privatrecht bildet, veränderte sich vom 14. bis ins 17. Jahrhundert vor dem Hintergrund unterschiedlicher staatlicher und politischer Strukturen. Die Zusammenhänge aufzudecken und nachzuzeichnen, ist Ziel des Vorhabens, sodass sich das Projekt an der Schnittstelle von Recht, Geschichte und Politik bewegt. Daneben beschäftigt sie sich mit Fragen des Europäischen Privatrechts und der Privatrechtsdogmatik.

 

Ausgewählte Publikationen

Gewinnausgleich – vergleichende und systematisierende Gegenüberstellung der französischen, niederländischen und englischen Tradition, Mohr Siebeck, Tübingen 2015.

Von der actio quanti minoris zur performance reduction – Plädoyer für ein allgemeines Minderungsrecht, Archiv für die civilistische Praxis 2018, 944–982.

Die beiden Statutenlehren – Geschichte eines rechtshistorischen Missverständnisses, Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 136 (2019) 76–93.